2018 gibt es an der RSB das umfangreiche Buchprojekt "Geschichten, die in mir wohnen"

2018 gibt es statt DEUTSCH GEHT GUT an der RSB das umfangreiche Buchprojekt "Geschichten, die in mir wohnen" mit Olaf Nägele.

Im Jahr 2019 ist die RSB dann wieder bei Dgg in Bietigheim-Bissingen dabei.



17.01.2018

Deutsch geht gut - Autoren in der Realschule Bissingen

Zu Beginn des Projekts "Deutsch geht gut" waren vom 15.02. - 17.02.2017 wieder vier Autoren mit Migrationshintergrund an der Realschule Bissingen zu Gast .

Jaroslav Rudis, Artur Becker, Karin Bruder und Najem Wali stellten sich nach ihren Lesungen den interessierten Fragen der SchülerInnen: Warum wird man Autor? Wie fängt man an ein Buch zu schreiben? Warum schreiben Sie? Wer ist ihr Lieblingsautor? 

Der direkte Kontakt zwischen Schülern und Autoren kommt jedes Jahr aufs Neue gut an. Die Autoren besuchten alle Klassen der 8 + 9 Jahrgangsstufe an der Realschule Bissingen. Das Projekt "Deutsch geht gut" richtet sich an SchülerInnen zwischen 13 und 17 Jahren an der Schule im Sand, der Waldschule, der Realschule Bissingen und der Realschule im Aurain. Die Zielgruppe umfasst ca. 750 Schüler.  

Im Anschluss an die Autorenlesung folgt eine Schreibwerkstatt. Wer durch den Besuch der Autoren motiviert wurde, kann ab dem 07.03.2017 freiwillig teilnehmen. Hier können die SchülerInnen unter professioneller Anleitung von Olaf Nägele selbst Texte verfassen, die am Ende des Schuljahres an einem Leseabend in der RSB dann auch vorgetragen werden.



DEUTSCH GEHT GUT - Leseabend 2016

Am 1.6.2016 war es wieder soweit, der Ohrensessel bekam seinen Platz im Musiksaal der Realschule Bissingen und das bedeutet, neue Geschichten der Schreibwerkstatt werden vorgetragen. Im Rahmen des Schulprojektes „Deutsch geht gut“ haben in diesem Jahr neun Schüler und Schülerinnen in der Schreibwerkstatt unter Leitung des Autors Olaf Nägele aus Esslingen, Kurzgeschichten geschrieben. Es gab dramatische Erzählungen, Abenteuergeschichten, der Bereich Fantasy und auch Alltagsprobleme wurden literarisch verarbeitet. Damit alle Schüler ihre literarischen Leistungen einmal öffentlich präsentieren können, gibt es nun schon seit acht Jahren einen Leseabend an der Realschule Bissingen, der auch dieses Jahr wieder musikalisch durch den Schulchor bereichert wurde. 

Geschichten, die die Zuhörer berührten und Bewunderung für die Sprachgewandtheit der Schüler hervorriefen, in einer Zeit in der man das den Jugendlichen fast nicht mehr zutraut.  

Diese Wortgewandtheit umzusetzen, um spannungsreiche und interessante Geschichten zu schreiben, bedarf natürlich auch einer Hilfestellung eines Profis, Olaf Nägele. Er ist Autor von Romanen und Glossen und schon seit 10 Jahren der Schreibwerkstattleiter der Realschule Bissingen. Jedes Jahr freut er sich aufs Neue über die Motivation der Schüler. „In diesem Jahr war es eine ganz besondere Truppe, so viel gelacht, habe ich noch in keinem Kurs!“  

Die entstandenen Geschichten spiegeln die gute Stimmung wieder. Ausgefeilte Darstellungen von Skilehrerin „Jessy“, die eine Traumatisierung durch ein Skiunglück verarbeiten muss, schwerwiegende Krankheiten, die die Protagonisten dazu bringen, sich auf das Eigentliche in ihrem Leben zu besinnen „Was du schon immer wolltest“, ein Mädchen „Sofia“, die entdeckt, dass die Familie, in der sie lebt, nicht ihre ursprüngliche ist oder auch ein Schüler der „Mathe im Nirgendwo“ machen soll und dabei seinen entfernten Verwandten hilft, ihre Existenz zu retten. Themen, die das Leben schreiben, sozusagen, aber auch die magische Welt kam nicht zu kurz. Ein  „Amulett“ rettet die Welt und ein Dämon findet plötzlich den „Weg des Gewissens“, „Götterzorn“ und „Aragka“ entführten die Zuhörer in eine ganz andere Welt der Abenteuer und Entdeckungen. Die Vielfalt der Themen zeigt auch, wie viel Fantasie bei Emma, Luca, Vanessa, Pia, Nils, Alina, Valerie, Tom und Christian vorhanden ist. 

Für Unterstützung und gute Laune sorgte der Unterstufenchor der Realschule mit ihrem Repertoire und auch Schulleiter Hans-Peter Diehl betonte, „Literatur und Musik passen einfach gut zueinander“. 

Insgesamt war es eine schöne kulturelle Veranstaltung, die den zuhörenden Eltern, Lehrern und Mitschülern für eine kurze Zeit erlaubte sich aus dem Alltag herauszufantasieren.



Zum 10. Mal „Deutsch geht gut“ eine kleine Jubiläumsfeier mit dem Ohrensessel

Die Realschulen der Stadt Bietigheim-Bissingen nahmen 2015 zum 10. Mal an dem Projekt Deutsch geht gut teil. Die RSB durfte auch in diesem Jahr eine Gruppe von 10 Schülerinnen und Schülern in der Schreibwerkstatt begrüßen:

 

Filomena C., William P., Kristina , Julija J., Jessica A., Mateja P., Liljia K., Rebecca N., Mina A. und ein Gast aus der Aurain- Realschule Arne E..

 

Wieder einmal verwandelten sich ganz normale Schüler/innen in Autoren/innen, deren Geschichten den Hörer in andere Welten entführen. Sie alle waren mit Freude und Eifer dabei und es entstanden Geschichten, die natürlich auch gelesen werden sollen.

In diesem Jahr war auffällig, dass unter Leitung des Schreibwerkstattleiters Olaf Nägele viele blutrünstige Geschichten entstanden. Die einen schwenkten in das Krimigenre, die anderen in die Piraterie, Fantasie oder in die Horrorecke, ganz neu war aber zum ersten Mal eine Science-Fiction- Geschichte. 

Schon am 21.5.2015 durften Schüler unserer Schule die RSB in der Sandschule vertreten und dort ihre Geschichten in der öffentlichen Lesung darbieten.

Der eigentliche Höhepunkt ist aber nun schon ein paar Jahre der Leseabend an unserer Schule:

 

„Geschichten aus dem Ohrensessel“

 

Diese Lesung fand am 10.6.2015 im Musiksaal statt. Auch in diesem Jahr hat der Chor die Geschichten musikalisch umrahmt und so wurde es ein sehr angenehmer und kultureller Abend.

Zu Beginn sang der Chor „Völlig losgelöst“ und hat dadurch genau die Stimmung für die Geschichten bereitet, denn völlig losgelöst von der Realität sind auch die Geschichten, die gelesen wurden. Im ersten Teil der Lesung konnte wir Julijas Piratengeschichte: „Der verschwundene Schatz“, bei dem die Piratentochter zur Strafe, weil sie ein kleines Menschenwesen gerettet hatte, den Schatz des berühmt berüchtigten Captain Barbarossa finden muss. Ob sie sich dadurch retten kann, haben wir leider nicht erfahren.

Darauffolgend gab es Neuigkeiten von Heidi Klum, die in Liljas Nachbarschaft gezogen scheint – oder genauer gesagt in Olivias, die Heldin der Geschichte: „Traumhafter Tag“, Heidi Klum, ihre Tochter und ein Fotoshooting alles Wirklichkeit oder doch nicht? 

 

Ganz anders geht es in der Geschichte von William zu: „Trapped in the glass“ eine kleine Gruppe von Menschen hat überlebt, die Erdoberfläche ist nicht mehr bewohnbar, da es die Menschen geschafft haben, ihre eigene Lebenswelt zu zerstören. Die Überlebenden der Katastrophe leben in einer großen Glaskugel im Meer. Von Zeit zu Zeit müssen sie aber an die Erdoberfläche, um Rohstoffe für ihre Existent zu holen. Der einzig noch lebende Wissenschaftler muss sich eines Tages eingestehen, dass es nur einen Weg zum Überleben gibt, welchen, das könnt ihr hier nachlesen.

 

Nach dieser, nun doch zugegebenermaßen etwas düsteren Zukunftsvision, sang der Chor zum Mitwippen und sich freuen das Lied „Happy“. Und so konnten alle beruhigt und beschwingt in die Pause gehen, in der die Schülerinnen der 9a Getränke verkauften 

Danach aber ging es nun in den doch eher blutrünstigen Teil über:

Beginnend mit der Kriminalgeschichte „Rosenblut“ von Rebecca, in der diese wunderschöne Blume zu einem Todeswerkzeug missbraucht wird. Aber dessen nicht genug, „The evolution of the death“ von Filomena hat es in sich, da ist die Rede von „Beißern“, Blut und tödlichen Viren, dem Untergang der normalen Welt und dem Überlebenskampf einzelner. 

So ist das Land Glossaria und die Heldin Delia, die die Gabe hat, die letzte schreckliche Fabula zu töten, schon fast ein tröstlicher Ausgang, den uns Mina in ihrer Geschichte bietet.

Bei all dem hatte der Chor noch zwei schöne Lieder für das Publikum: Die Ballade „All of me“ und ganz am Schluss noch ein sehr passendes Feierlied „Auf uns“!

Und das haben an diesem Abend alle Beteiligten verdient, denn so viele gute Geschichten und gute Musik machen wirklich Freude!

Wer dieses Jahr den Abend verpasst hat und sich nun ein bisschen grämt, schaut einfach im nächsten Jahr vorbei, denn auch dann heißt es bestimmt wieder:  „Geschichten aus dem Ohrensessel“, beachtet einfach die aufgehängten Plakate und kommt zum Zuhören!

 

Wer Interesse an den Geschichten hat, kann diese hier auf unserer Homepage nachlesen. Viel Spaß dabei!

 

 

 

Noch eine kleine Information:

Die Schreibwerkstatt findet auch im nächsten Schuljahr wieder statt, alle Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 und 9 können daran teilnehmen. Wer also gerne schreibt, sich in andere Welten denken möchte und Lust hat, das Schreiben wie Literaten zu erlernen, ist herzlich willkommen.

 

Anmeldung ist immer im Februar, nachdem die Buchautoren in euren Klassen gelesen haben,  bei Frau Stötter oder eurer Deutschlehrerin.

 



Zu den Texten