„Let’s stay in contact!" - Beim Schüleraustausch in Japan

Sonntag 18. September 2016

Gleich in der ersten Schulwoche des neuen Schuljahres machten sich 4 Schülerinnen und 2 Schüler der Realschule Bissingen unter Begleitung ihrer Lehrerin Dagmar Glaser auf die lange Reise in die japanische Kleinstadt Kusatsu, die in der Mitte Japans, etwa 1200 Meter über dem Meeresspiegel, liegt.

Als die japanische Schülergruppe mit ihrem Lehrer am Ende des letzten Schuljahres in Bietigheim-Bissingen zu Gast war, wurden schnell internationale Freundschaften geknüpft. Entsprechend groß war nun die Wiedersehensfreude beim Gegenbesuch in Kusatsu. 

Für alle Teilnehmer dieses Austausches war es eine überragende Chance tiefe Einblicke in die japanische Kultur und den japanischen Schulalltag zu bekommen.
 Alle wurden in den Familien ihrer Partnerschüler mit größter Gastfreundschaft aufgenommen und bekamen so die Gelegenheit am Leben einer japanischen Familie teilzunehmen und sich als Mitglied ihrer Gastfamilie zu fühlen.

Höhepunkte im Programm waren ein Kalligraphie Kurs, bei dem mit großer Konzentration japanische Schriftzeichen nach strengen Regeln mit dem Pinsel gezeichnet wurden, das gemeinsame Kochen verschiedener japanischer Speisen, das in Kimonos gekleidete Erleben einer Tee-Zeremonie und das Kennenlernen der heißen Quellen, den Onsen, für die Kusatsu besonders bekannt ist. Dabei wurde nicht nur darüber gestaunt, dass das Wasser vom nahegelegenen Vulkan Shirane aufgeheizt wird, sondern auch über den sehr hohen Säuregehalt dieses Wassers, der selbst Kalkstein auflösen kann. Umso überraschter waren alle davon, dass ein Bad darin nicht nur entspannend, sondern auch gesund ist. Beim Besuch des Sainokawara Parks konnte über das in Bächen fließende heiße Onsen-Wasser gestaunt werden und beim Besuch der Yumomi-Show konnte bei traditionellen Tänzen und Liedern gelernt werden, wie ursprünglich das sehr heiße Quellwasser kälter „geschlagen“ wurde.

Viel zu schnell kam der Abschied von Kusatsu. Bei einer offiziellen Abschiedsfeier durften sich alle Teilnehmer unter anderen beim Bürgermeister Herr Kuroiwa, dem Schulleiter Herr Nakajima und bei ihren Gastfamilien bedanken. Dabei wünschten sich alle ein Fortbestehen der Freundschaften und alle japanischen Familien baten darum, ihre Gastkinder bald einmal wieder beherbergen zu dürfen. 
 Alle Teilnehmer waren von der auffallend großen Gastfreundschaft beeindruckt, die täglich überall zu spüren war.

 

Auf der Rückreise konnte noch die Metropole Tokio, die in großem Kontrast zum ländlichen Kusatsu steht, erlebt. Hier war der Besuch des Asakusa Tempels ein weiterer Höhepunkt der Reise. 

Alle Beteiligten sammelten in den 10 Tagen viele bleibende Eindrücke und können bestimmt noch lange ihren Familien und Klassenkameraden eine Menge über die japanische Lebensweise erzählen.