Beim Schüleraustausch in Kusatsu

Freitag 18. September 2015

Acht Schülerinnen und ein Schüler unserer Schule waren mit Frau Glaser vom 9. bis 18. September in unserer Partnerstadt in Japan beim Schüleraustausch

Nach ca. 25 Stunden Reise wurden wir in Kusatsu im Rathaus durch den Leiter der Erziehungsbehörde, Herrn Nakazawa, sehr herzlich empfangen.Trotz Müdigkeit waren wir alle jetzt sehr gespannt auf unsere Gastfamilien und was uns in den nächsten Tagen alles erwarten würde. 

 

 

Auch in der Junior High School wurden wir sehr herzlich von der gesamten Schulgemeinschaft empfangen. Anschließend nahmen die japanischen Schüler ihre deutschen Partnerschüler mit in ihre Klassen. Dort gaben sich alle sehr viel Mühe, uns in den Unterricht mit einzubeziehen – es gab sogar Hausaufgaben! 

 

 

Besonders viel Spaß hat allen der Kalligraphie-Kurs gemacht.  Aber auch die vielen sportlichen Angebote und das Kochen japanischer Gerichte war lehrreich, lustig und interessant. 

 

 

 

Der Besuch der Yumomi-Show, bei der traditionell das sehr heiße Quellwasser kälter „geschlagen“ wird, war ein ganz besonderes Erlebnis.  

 

 

Yubatake – Eine der vielen heißen Quellen in der Innenstadt. Aus dieser Quelle fließen ca. 4000 l heißes Wasser pro Minute. In den Holzwannen wird der Schwefel aus dem Quellwasser abgesondert. 

 

 

Auf dem Weg zur Herstellung eines „100 Years Stone“. Dazu wird ein Kalkstein mit Farben bemalt oder beschrieben und anschließend für 1 Woche in das stark saure und heiße Quellwasser gelegt. Durch die Säure wird der Stein nur an den Stellen aufgelöst, an denen er nicht durch die Farbe geschützt ist. 

 

 

Tempel gehören zum Buddhismus und Schreine zum Schintoismus, der ursprünglichen japanischen Naturreligion. Heute sind beide Religionen sehr eng zusammen.

Auf dem Vulkan Shirane kann man zur Zeit wegen zu vieler giftiger Schwefelgase nicht bis zum Gratersee gehen. Durch die Lava dieses oberhalb von Kusatsu gelegenen Vulkans wird das Regenwasser erhitzt und tritt dann in Kusatsu in den heißen Quellen, den Onsen, wieder ans Tageslicht. Das Baden in den Onsen fanden fast alle sehr entspannend.

Bei der Tee-Zeremonie lernten wir die Regeln zum Betreten des Zeremonienraumes, zur Zubereitung und zum Trinken des Tees kennen. Alle Regeln haben eine Bedeutung. Beispielsweise muss die Teeschale immer erst gedreht werden, damit man das Muster der Schale betrachtet und den Maler ehrt. Uns tat die bei der Zeremonie wichtige Ruhe sehr gut und nachdem wir alle in Kimonos eingekleidet waren fühlten wir uns schon richtig japanisch.

… und dann kam auch schon wieder der Abschiedsabend: Alle Gastfamilien und die Stadt Kusatsu gaben sich alle Mühe, dass diese Farewell Party für uns ein unvergesslicher Abend wurde. Eine japanische Schülerin drückte es treffend aus: „I don’t say good bye, I say see you!“. Und mit diesem Gedanken an ein Wiedersehen verabschiedeten wir uns am nächsten Tag von Kusatsu und allen neuen Freunden, die wir hier gefunden haben.

In Tokyo hatten wir noch einen halben Tag Zeit für Sightseeing und den Besuch des 614 m hohen Skytree Tower.

Und voll bleibender Eindrücke machten wir uns am folgenden Tag auf den langen Heimflug.