Die Realschule Bissingen wird erneut als „MINT-freundliche Schule“ geehrt

Dienstag 17. November 2020

Zum zweiten Mal in Folge erhält die Realschule Bissingen (RSB) das MINT-Zertifikat. Anlässlich dieser Rezertifizierung führen wir ein Gespräch mit dem MINT-Beauftragten Tim Neuweiler, der seit der Erstzertifizierung im Jahr 2017 hinter dem Engagement an der RSB steckt. Seit 2019 ist die RSB zudem „Digitale Schule“.

Herr Neuweiler, warum haben Sie das MINT-Zertifikat an die RSB geholt?

Herr Neuweiler (lacht): „Da bin ich gar nicht drum herumgekommen. Ich unterrichte eigentlich alle MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und auch Physik. Dabei ist mir aufgefallen, dass vielen Schülerinnen und Schülern gar nicht klar ist, dass ein großer Teil der Berufe der Schlüsselindustrien aus dem MINT-Bereich kommen. Gerade hierauf aufmerksam zu machen, ist das Ziel der Initiative, hinter der das MINT-Zertifikat steckt.“

 

Was ist das MINT-Zertifikat? 

Herr Neuweiler: „Das MINT-Zertifikat wird von der Initiative „MINT-Zukunft schaffen“ der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) vergeben.

Für das MINT-Zertifikat muss man eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Um nur einige zu nennen, fällt hierunter zunächst die Stärkung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer, indem zum Beispiel die MINT-Profilbildung gestärkt wird oder an Wettbewerben in den MINT-Fächern teilgenommen wird. Aber vor allem spielt die Kooperation mit Unternehmen eine große Rolle, da hier den Schülerinnen und Schülern unmittelbar die Möglichkeit gegeben wird, durch Praktika oder die Ausbildung in Berufszweige mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Orientierung zu gelangen.“

 

Wie setzen Sie diese MINT-Anforderungen an der RSB um?

Herr Neuweiler: „Wir haben im MINT-Bereich sehr engagierte Lehrkräfte. Erst sie haben die Veränderungen an der RSB zur MINT-freundlichen Schule überhaupt möglich gemacht. Das kann man daran erkennen, dass in verschiedenen Fachbereichen unterschiedliche Projekte und Initiativen gestartet wurden. Beispielsweise führten die Naturwissenschaften das Projekt „Plastikpiraten“ durch, die Mathematik nimmt jährlich am „Känguru-Wettbewerb“ teil und der Fachbereich Technik kooperiert mit lokalen Firmen und schuf sich „LEGO-Mindstorms-Roboter“ für Technik an. Zudem stärken wir die Informatik als wichtige Säule der MINT-Fächer, da die RSB bereits seit vielen Jahren zertifiziertes Prüfungszentrum für den internationalen Computerführerschein (ICDL) ist und diesen ausstellt. Insgesamt sind wir bemüht, den Schülerinnen und Schülern möglichst viele Angebote zu schaffen, um eine Vertiefung in den MINT-Fächern zu ermöglichen. Dazu zählt zum Beispiel die „MINT-AG“ oder Ganztagesangebote wie „Knobelaufgaben“ oder die „Technik-AG“.

 

Welche Vorteile ergeben sich für Ihre Schule durch das MINT-Zertifikat?

Herr Neuweiler: „Durch die Erstzertifizierung im Jahr 2017 wurde der Fokus auf die MINT-Fächer gelenkt. Im Zuge dessen entstanden hier viele Projekte und ein breiteres Angebot, das wir unseren Schülerinnen und Schülern bieten konnten. Durch die MINT-Stärkung erhoffen wir uns, das Interesse und die Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich zu fördern, ihnen zu besseren Leistungen zu verhelfen und ihnen einen Einblick in MINT-Berufe geben zu können. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass Schülerinnen und Schüler, die herausragende Leistungen im Abschlussjahrgang in den MINT-Fächern erbringen, durch Unterstützung der Dürr-Systems-AG mit einem erheblichen Preisgeld ausgestattet werden. Das ist natürlich auch nochmal ein Ansporn. Aus all diesen Gründen möchten wir weiterhin eine MINT-freundliche Schule bleiben und setzen uns für dieses Zertifikat weiter ein. 

 

Ein Bericht unserer Kollegin Lisa Korzer