Unvergessliche Erlebnisse in Kusatsu

Samstag 21. September 2019

Elf Schülerinnen und Schüler der Realschule Bissingen erlebten mit ihrem Lehrer Tim Neuweiler zehn großartige Tage in der Partnerstadt Kusatsu in Japan. Die Einblicke in die Kultur und das Schulleben waren einmalig.

Bereits im Juli durften wir unsere kleinen und großen Gäste aus Japan, die sich auf die lange Reise nach Deutschland begeben haben, in Bietigheim-Bissingen und an der Realschule Bissingen begrüßen. Wir hatten tolle Tage zusammen und konnten den Austausschülern und dem begleitenden Lehrer sowie einer Übersetzerin einiges in der Region um Stuttgart zeigen. So lernte man sich kennen und freute sich bereits auf die gemeinsame Zeit in Kusatsu im September, wenn der Gegenbesuch erfolgen sollte. Die Zeit verging rasend schnell und nach der schmerzlichen Verabschiedung am Ende zehn schöner Tage in Deutschland freuten wir uns alle: Unsere Reise nach Kusatsu begann am ersten Schultag, dem 11. September. Alles verlief reibungslos, wir kamen mit dem Flugzeug pünktlich an und die Freude war groß, als wir von unseren Gastfamilien aufs Herzlichste empfangen wurden.

Das Programm ermöglichte uns unglaublich viele Einblicke in die Kultur und das Leben Japans. Bei einer über 500 Jahre alten Teezeremonie zogen wir Kimonos an und der Besuch eines Tempels bot uns die Gelegenheit, religiöse Traditionen kennenzulernen. Beim „Yumomi“ wird das Wasser einer heißen Quelle mit Holzbrettern auf eine angenehme Badetemperatur gebracht, dazu werden traditionelle Lieder gesungen.

Mehrere Tage waren wir zu Gast in den Schulen Kusatsus. In der Grundschule konnten wir mit den Kindern gemeinsam Sport machen, einen Fächer basteln und Karten spielen. Dabei unterhielten sich die Kinder auf Englisch, was für beide Seiten eine schöne Erfahrung war. In der Junior High School waren wir in den unterschiedlichsten Unterrichtsstunden zu Gast. Während wir im Japanischunterricht nur wenig verstanden, konnten wir dem Mathe- und Englischunterricht gut folgen und uns beteiligen. Ein Highlight war die Kalligrafiestunde, in der wir lernten, japanische Schriftzeichen zu malen.

Überwältigend ist die Gastfreundschaft der Japaner. Sowohl in der Schule als auch beim Empfang beim Bürgermeister und in der ganzen Stadt fühlt man sich sehr willkommen. Besonders groß war das Engagement der Gastfamilien, die uns aufnahmen. Das Wohnen und Leben in den Familien hat uns eine einmalige Zeit beschert und unvergessliche Erinnerungen und Freundschaften geschaffen.

Am letzten Abend in Kusatsu durften wir mit den Vertretern der Stadt und allen Familien ein tolles Essen genießen, bevor dann der schwere Abschied bevorstand. Den letzten Tag verbrachten wir ohne unsere Gastfamilien in der Millionenstadt Tokio, wo wir die Aussicht vom 350 Meter hohen Skytree auf die Stadt genossen und noch einen schönen Tag verbrachten.

Auch der Rückflug verlief problemlos und am Flughafen in Stuttgart wurden wir bereits sehnsüchtig erwartet.

Bei all den schönen Erlebnissen werden uns die Menschen Kusatsus besonders in Erinnerung und im Herzen bleiben.